Projekt XUBetrieb: Wasser, Trinkwasser und Gewässerschutz
22.11.2011 15:59
Besserer Umweltschutz durch geringeren Aufwand bei der Umweltdatenberichterstattung
Die Datenerhebung von Schadstoffen, Emissionen oder zum Zustand der Umwelt soll für Betreiber von Anlagen oder dezentrale Behörden akzeptabler werden. Das gerade beendete UBA-Projekt XUBetrieb hat dazu Standards entwickelt. Diese können zur Verbesserung der elektronisch organisierten Umweltberichterstattung beitragen und alle Beteiligten entlasten, da sie die Berichtspflichten vereinfachen helfen.
Vielfältigste Daten zu Schadstoffen, Emissionen oder zum Zustand der Umwelt werden jedes Jahr erhoben – oft direkt bei den Betreibern von Anlagen oder dezentralen Behörden. Sie sollen dazu dienen, den Zustand unserer Umwelt zu bewerten und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.
Diese Berichtspflichten sind oft mit einem enormen, bürokratischen Aufwand verbunden – und dadurch wenig akzeptiert. Hier setzt das jetzt beendete Projekt „XUBetrieb“ an: Daten- und Prozessmodelle von zwölf der aufwändigsten Umweltberichtspflichten wurden dokumentiert, auf Überschneidungen untersucht, vereinheitlicht und neu zugeschnitten. Die standardisierten Modellkomponenten werden sowohl als frei verfügbarer XÖV-Standard (XML in der öffentlichen Verwaltung) für betriebliche Stamm- und Berichtsdaten als auch konform zum Standard der UN/CEFACT (United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business) in englischer Sprache zur Verfügung stehen.
Ziel des im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführten und aus Mitteln des IT-Investitionsprogramms der Bundesregierung finanzierten Projektes "XUBetrieb" war, den behördlichen und betrieblichen Aufwand für Umweltberichtspflichten zu verringern und die Qualität der übertragenen Daten zu erhöhen – im Interesse eines besseren Umweltschutzes.
„Es lag dringend an, Standards zu entwickeln, durch die die elektronisch organisierte Umweltberichterstattung verbessert und Betreiber und Behörden entlastet werden konnten.“, sagte UBA-Vizepräsident Dr. Thomas Holzmann auf der Abschlussveranstaltung am 21. November 2011 im Bundespresseamt. „In den Industrienationen ist E-Government im Umweltbereich längst zu einem wichtigen Standortfaktor geworden.“
Mit dem Projekt baut das UBA auf den guten Erfahrungen auf, die beim deutschen Schadstofffreisetzungs- und –verbringungsregister PRTR mit konsequent elektronischen Berichtsketten gemacht wurden - vom Betreiber über die einzelnen Behörden und das UBA bis zur EU. Die Ergebnisse des Projektes "XUBetrieb" werden auch in das PRTR einfließen.
Die gemeinsam von der ENDA GmbH & Co. KG, der KRALLMANN AG und der Fachhochschule Potsdam entwickelten Modellkomponenten werden helfen, Schnittstellen zwischen verschiedenen Fachanwendungen schneller und preiswerter zu entwickeln und Fehlinterpretationen und Typkonflikte zu verringern. Das wiederum reduziert Kosten bei Unternehmen und Verwaltungen, trägt zu mehr Akzeptanz für die Datenerhebungen bei und liefert dadurch qualitativ bessere Daten als Grundlage für den Umweltschutz.
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